Leben

Gemeinsam sprießen: KiTa Varietà und Gärtnermuseum Wolfenbüttel

Laura Müller25. Juli 20263 Min Lesezeit

In Wolfenbüttel beginnen die KiTa Varietà und das Gärtnermuseum gemeinsam die Gartensaison. Ein kreatives Projekt, das Kindern die Natur näherbringt.

Der Frühling hatte sich in Wolfenbüttel bereits bemerkbar gemacht, als die KiTa Varietà und das Gärtnermuseum ihre Zusammenarbeit zur Eröffnung der Gartensaison ankündigten. Ein Ereignis, das mehr ist als nur ein bloßes Ritual im Jahresverlauf – es ist ein Fest der Farben, des Wissens und der Neugier.

Die Kinder der KiTa Varietà, die in einem hellen und einladenden Gebäude untergebracht ist, hatten die Gelegenheit, sich in den Wochen zuvor auf den großen Tag vorzubereiten. Während die Erzieherinnen geduldig das Thema Garten und Pflanzen in den Kindergartenalltag integriert hatten, warteten die Kleinen mit einer Mischung aus Ungeduld und Vorfreude auf das, was kommen sollte. Es war der richtige Zeitpunkt, um das Beet hinter dem Museum mit frischen Farben und neuem Leben zu füllen.

Die Kinder, ausgestattet mit kleinen Gießkanistern und bunten Handschuhen, strömten am Tag des Events in die vom Gärtnermuseum liebevoll vorbereitete Gartenlandschaft. Eine wahre Freude für die Erzieherinnen, die die strahlenden Gesichter der Kinder beobachteten. Die Aufregung war beinahe greifbar; jeder Schritt auf der frischen Erde schien eine neue Entdeckung zu versprechen.

Das Gärtnermuseum, das für seine engagierte Aufklärungsarbeit über Pflanzen und Gartenbau bekannt ist, stellte nicht nur die Fläche zur Verfügung, sondern auch wertvolles Wissen. Experten führten die Kinder spielerisch in die Geheimnisse des Gartenbaus ein. „Das sind keine normalen Pflanzen, das sind unsere Freunde“, hörte man einen kleinen Jungen rufen, während er einen Setzling vorsichtig in die Erde setzte. Ein Satz, der nicht nur die Sorge um die Pflanzen, sondern auch eine liebevolle Beziehung zur Natur widerspiegelte.

Ein Bildungsprojekt der besonderen Art

Die Initiative wurde nicht nur von den lokalen Erziehern unterstützt, sondern auch von begeisterten Gartenliebhabern der Stadt. Gemeinsam stellten sie Ressourcen zur Verfügung und schufen ein Umfeld, das Lernen und Entdecken förderte. „Es geht nicht nur darum, Pflanzen wachsen zu sehen, sondern auch darum, den Kindern das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge zu vermitteln“, erklärte einer der Gärtner während einer kurzen Einführung.

Die Kinder lernten nicht nur, wie man sät und gießt, sondern auch, weshalb die Erde gedüngt werden muss und warum Sonnenlicht für das Wachstum unerlässlich ist. Einige von ihnen waren überrascht, als sich herausstellte, dass nicht jede Pflanze dasselbe Licht braucht. Ein kleiner, blonder Junge schaute mit großen Augen zu, während eine Erzieherin erklärte, dass Tomaten Sonnenanbeter seien, während andere Pflanzen sich eher im Halbschatten wohlfühlen.

Die Gespräche zwischen den Kindern und den Erwachsenen zeichneten ein Bild der naiven Neugier und des Wissensdurstes. Oft wurde auch gelacht, wenn ein Kind versuchte, eine Pflanze einzupflanzen, und dabei mehr Erde auf sich als in das Loch geriet. Es war der Zauber der Unbekümmertheit und die Freude am Experimentieren, die diesen Tag unvergesslich machten.

Einen besonders emotionalen Moment erlebte die Gruppe, als die ersten Blüten aus der Erde schauten. Ein kleines Mädchen klatschte vor Freude in die Hände und rief: „Seht, unsere Blumen sind da!“. Ein einfaches, aber prägnantes Beispiel dafür, wie schnell die Kinder eine Bindung zu ihrer Arbeit aufbauten. Von der ersten Idee, einen Garten anzulegen, bis hin zur Beobachtung des Wachstums – sie waren von Anfang an Teil dieses Prozesses.

Die Partnerschaft zwischen der KiTa Varietà und dem Gärtnermuseum könnte in Zukunft noch viele weitere solcher Projekte hervorbringen. Denn wenn Kinder in einem so frühen Alter an die Natur herangeführt werden, prägt das nicht nur ihre Wahrnehmung, sondern auch ihr zukünftiges Handeln.

In einer Welt, die zunehmend technisiert wird, sind solche Initiativen nicht nur wünschenswert, sondern notwendig. Die Freude am Gärtnern könnte also der Grundstein für ein nachhaltiges Bewusstsein der nächsten Generation sein. Und so ging der Tag langsam zu Ende, während die Sonne hinter dem Museum verschwand und die Kinder mit leuchtenden Augen von ihren Abenteuern erzählten.

NetzwerkVerwandte Beiträge

Auch interessant

Leben18. Juni 2026

Betrüger am Telefon: So schützen Sie sich davor

Leben11. Juni 2026

Vielfalt aus aller Welt: Neuer internationaler Supermarkt in Mainz

Leben27. Juni 2026

Übernachten hinter Gittern: Ein kurzes Abenteuer im Gefängnis

Empfohlen